Newsletter

Der vierteljährlich erscheinende Newsletter zum Förderschwerpunkt "Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement" informiert kurz und bündig über Neuigkeiten zu den Innovationsgruppen sowie zu Wissenswertem in den Themenfeldern Innovationen und dem Nachhaltigen Landmanagement.

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Ausgabe 2/2017 (Mai 2017)

Newsletter Ausgabe 1/2017 (Februrar 2017)

Newsletter Ausgabe 1/2017 (Februrar 2017)

Ausgabe 1/2017 (Februrar 2017)

Newsletter Ausgabe 1/2017 (Februrar 2017)

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Ausgabe 4/2016 (November 2016)

Newsletter Ausgabe 4/2016 (November 2016)

Newsletter Ausgabe 4/2016 (November 2016) PDF Format

Ausgabe 3/2016 (Juli 2016)

Newsletter Ausgabe 3/2016 (Juli 2016)

Newsletter Ausgabe 3/2016 (Juli 2016) PDF Format

Ausgabe 2/2016 (Mai 2016)

Newsletter Ausgabe 2/2016 (Mai 2016)

Newsletter Ausgabe 2/2016 (Mai 2016) PDF Format

Ausgabe 1/2016 (Februar 2016)

Newsletter Ausgabe 1/2016 (Februar 2016)

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Ausgabe 1/2015 (November 2015)

Newsletter Ausgabe 1/2015 (November 2015)

Newsletter Ausgabe 1/2015 (November 2015) PDF Format

Ausgabe 2/2017 (Mai)

Editorial

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Kalenderjahr scheint noch gar nicht so alt und der Frühling noch gar nicht richtig angekommen, da ist bald schon wieder Halbzeit! Ähnlich scheint es auch den Innovationsgruppen zu ergehen, denn in den Beiträgen aus den Innovationsgruppen durchziehen sich Halbzeit-Resümees und Rückblicke auf das bislang Geschaffte. Eine umfangreiche Übersicht über die Ergebnisse aus den Innovationsgruppen werden Sie sich auf der Statuskonferenz im Dezember machen können. Wenn Sie sich aber vorher schon mal informieren wollen, was in den Projekten gerade läuft, dann schauen Sie sich unseren neuen, kompakteren Newsletter an.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht

i.A. des wissenschaftlichen Begleitvorhabens
Sebastian Rogga

Die PDF-Version des Newsletters erhalten Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

1. Neuigkeiten aus den Innovationsgruppen

2. Interview: 4 Fragen an … Franz-Josef Türck von der Innovationsgruppe render

3. Neuigkeiten des Wissenschaftlichen Begleitvorhabens

4. Lesestoff: Methodenhandbuch Bürgerbeteiligung: Passende Beteiligungsformate wählen

5. Medienecho

6. Publikationen

7. Termine

 

 

1. Neuigkeiten aus den Innovationsgruppen

Regionale Wertschöpfung vor Ort – erste Agroforststreifen im Landkreis Elbe-Elster (Süd-Brandenburg) etabliert

Nach gemeinsamer Vorplanung durch die BTU Cottbus-Senftenberg und Biomasse Schraden e.V. ist auf den Flächen der Agro Vermögensverwaltung GmbH Massen die erste Anlage von Agroforststreifen im März 2017 umgesetzt worden. Insgesamt 15.000 Pappelstecklinge der Sorten Max 4 und Hybride 275 wurden dabei in den Boden gebracht. Die heckenähnlichen Streifen haben eine Breite von 10 bis 15 m und variieren in der Länge zwischen 225 und 420 m. Die Gesamtfläche der Agroforststreifen beträgt ca. 1,7 ha und entspricht somit etwa 10 % des derzeit mit Getreide bewirtschafteten Gesamtackerschlages.

Bäume auf Ackerflächen zu pflanzen, ist bei den derzeitigen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft kaum umsetzbar. Dennoch sucht die Innovationsgruppe AUFWERTEN nach landwirtschaftlichen Betrieben, die Agroforstsysteme einmal ausprobieren und sich von den positiven Effekten eines Agroforststreifens überzeugen lassen.

Der Betrieb in Massen hat dies getan und freut sich bereits 4 Wochen später über die ersten Triebe. Das Unternehmen unterstützt das Projekt „nach bestem Wissen und Möglichkeiten und sieht den Erfolg noch ein bisschen mit Skepsis“, so die Geschäftsführerin Karina Kositzke, deren Betrieb mit der Pflanzung in finanzielle Vorleistung gegangen ist. Die Verwertung der Pappelernte ist im Biomasseheizwerk des Amtes Kleine Elster geplant, das sich ca. 1 km vom Schlag und somit in der Nähe befindet.

Text: Yvonne Raban (Biomasse Schraden e.V.)

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Lokale Energiewende für alle verständlich - EnAHRgie spricht mit verschiedenen Fokusgruppen über Szenarien und Projektinhalte

Das Projekt EnAHRgie hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres ein Energiekonzept für den Landkreis Ahrweiler zu erstellen und bindet dabei verschiedene lokale Akteursgruppen verstärkt ein. Ein wichtiger Schritt dafür war unter anderem eine Fokusgruppe mit 14 Jugendlichen im März 2017. Den jungen Leuten wurden die verschiedenen Szenarien des Energiekonzeptes vorgestellt, sowie die Indikatoren, die dabei eine Rolle spielen. Auch über einzelne EE-Technologien wurde mit großem Interesse diskutiert.

Außerdem hatte Projektleiter Dr. André Schaffrin die Gelegenheit, den aktuellen Projektstand und die Planungen für die weitere Beteiligung in der Dienstbesprechung der hauptamtlichen Bürgermeister sowie in den Fraktionen fast aller Parteien im Kreis vorzustellen. Die Kommunen, die zu den wichtigsten Akteuren im Bereich der lokalen Energiewende zählen, werden nun verstärkt eingebunden. Beim Innovationsgruppen-Treffen Anfang April in Ahrweiler fand außerdem der fünfte interne Workshop des Projektes statt. Hier konnten sich die Wissenschaftlerinnen & Wissenschaftler und die Praxispartner über verschiedene Aspekte der Beteiligung informieren und konfliktbeladene Situationen in Rollenspielen üben.

Text: Dr. André Schaffrin (EA European Academy), Mareike Schulz (Kreisverwaltung Ahrweiler)

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ginkoo präsentiert Arbeitsergebnisse aus der Fallstudie „Zweinutzungshuhn“

Vom 7. bis zum 10. März 2017 fand in Freising die 14. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau statt. Die Innovationsgruppe ginkoo war mit drei eigenen Beiträgen auf der Tagung präsent:

  • Maria Busse, Rosemarie Siebert: Einstellungen zu ethischen Aspekten in der Geflügelhaltung
  • Benjamin Nölting, Martina Schäfer: Kooperationen für eine nachhaltige Hühnerhaltung
  • Bettina König, Anett Kuntosch, Lukas Wortmann: Der Zweinutzungshuhnansatz aus der Perspektive der Innovationsforschung: Die Rolle von (Nicht-) Wissen, Unsicherheit und Ambiguität für Orientierung und Management.

Neben klassischen Konferenzformaten wird ginkoo demnächst auch auf öffentlichkeitswirksamen Wissenschaftsformaten vertreten sein: so unter anderem bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 24. Juni 2017 in Berlin sowie im Rahmen der jährlich stattfindenden Werkstattschau der Studiengänge Design und Architektur an der Fachhochschule Potsdam (14.-15.7.2017). Dort werden Ergebnisse des interdisziplinären Seminars "Hühner á la carte" (siehe Newsletter 1/2017) präsentiert, das sich mit künstlerischen Methoden dem Zweinutzungsansatz sowie dem Mensch-Nutztier-Verhältnis auseinander setzt.

Text: Lukas Wortmann (HU Berlin)

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INOLA-Team traf sich zu zweitägigen Seminar an der LMU in München und zieht Zwischenbilanz

Das Projekt INOLA forscht daran, Innovationen für ein nachhaltiges Land- und Energiemanagement auf regionaler Ebene zu generieren. Doch was sind eigentlich Innovationen, welche hat das Projektteam bereits erarbeitet und welche Methoden eignen sich am besten, um gemeinsam mit regionalen Experten zu geeigneten Lösungsansätzen für die Energiewende zu kommen? Zu diesen Fragen traf sich das INOLA-Team im Februar 2017 für ein zweitägiges Seminar an der LMU in München.

Seit zwei Jahren aktiv für die regionale Energiewende im Oberland - die Projektmitglieder der Innovationsgruppe INOLA. Bildquelle: INOLA

Im Seminar wurde deutlich, dass das INOLA-Projektteam nach zweijähriger Zusammenarbeit ein sehr gutes und ähnliches Verständnis für die Chancen und Herausforderungen hat, ein nachhaltiges Energie- und Landnutzungssystem in der Region voranzubringen. Deutlich wurde, dass das Umfeld der Innovationen bereits besonders intensiv durch die Ist- und Potentialanalyse des Energiesystems und der Landnutzung sowie die Akteursanalyse beleuchtet wurde. Die Rahmenbedingungen innerhalb derer Innovation etabliert werden können sind also klar – dies ist bereits ein wichtiger Schritt. Allerdings wurde auch klar, dass die konkrete Umsetzung von Lösungsansätzen durch beispielsweise den Test von Pilotprojekten in der Region wichtige weitere Projektschritte sein werden.

mehr Informationen

Text: INOLA

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Bayernweite Haushaltsbefragung zum Sanierungsverhalten gestartet

INOLA führt derzeit eine Haushaltsbefragung zu energetischen Sanierungsmaßnahmen unter Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern in ganz Bayern durch. Mit der Befragung will INOLA herausfinden, welche Faktoren private Haushalte beeinflussen, in die energetische Sanierung ihres Wohngebäudes zu investieren. Nur so können maßgeschneiderte Förderungen und Maßnahmen entwickelt werden, um die derzeit noch viel zu niedrige Sanierungsquote anzuheben. Derzeit wird jährlich nur rund 1 % des Gebäudebestandes energetisch saniert. Ziel der Bundesregierung ist es, die Sanierungsrate auf mindestens 2 % zu verdoppeln.

Mehr Informationen

Text: INOLA

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Betreiber des Wandels gesucht – INOLA-Projekt zu Gast auf Wieser Zukunftsforum 2017

Unter dem Motto "Schritte in die Zukunft – Querdenker laden ein!" fand am 20. und 21. Januar 2017 zum zwanzigsten Mal das Wieser Zukunftsforum mit dem diesjährigen Titel "Warum es Betreiber des Wandels braucht" statt. Organisiert von der Landvolkshochschule Wies befassten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Forums mit der Frage, wie aus dem Engagement einzelner Vorreiter im Bereich der nachhaltigen Entwicklung eine breite Bewegung entstehen kann, die alle Gesellschaftsschichten anspricht und einen möglichst umfassenden Wandel ermöglicht. In insgesamt fünf Einheiten wurde dieser Frage am Samstag in Form von Impulsvorträgen und Diskussionsrunden, die sich vorrangig um die Themen Klimawandel und Energiewende drehten, nachgegangen. Das Veranstaltungsplenum bestand aus einer Vielzahl an Multiplikatoren, Entscheidungsträgern und Akteuren mit regionalspezifischem Know-how aus dem Oberland und dem Allgäu.

Mehr Informationen

Text: INOLA

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Auf dem Sprung von Fakten zu Visionen

In der Innovationsgruppe Regiobranding arbeiten Wissenschaft und Praxis gegenwärtig gemeinsam daran, die auf der Basis der bisherigen Ergebnisse erhobenen Fakten zur Bewertung von Kulturlandschaftsmerkmalen zu Visionen weiter zu entwickeln. Jede der drei Fokusregionen formuliert nun in engem Austausch mit den Akteuren vor Ort und der Wissenschaft ihre regionsspezifischen Ziele zur Entwicklung der Kulturlandschaft und gibt damit eine Richtschnur für Visionen und Modellprojekte.

Vorstellung der Ergebnisse. Bildquelle: mensch und region

Wirkungsvolle Plattformen für den transdisziplinären Austausch sind neben der Innovationsgruppe, die regionalen Werkstattgespräche, Workshops und Foren. Im Frühjahr fanden dazu gut besuchte Veranstaltungen in den drei Fokusregionen statt, in denen Ergebnisse kommuniziert und das Fundament für Visionen geschaffen wurden.

Die Visionen reifen in den Köpfen, die Fakten sind in der Infothek auf der Projekthomepage www.regiobranding.de zu finden.

Text: Carolin Blaumann (Uni Hannover/mensch und region)

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Positive Zwischenbilanz und innovative Ideen in den Fokusregionen

In der Innovationsgruppe Regiobranding untersuchen die Verbundpartner wie regionale Kulturlandschaftscharakteristika für ein Branding eingesetzt werden können. Als Projektpartner machen drei Fokusregionen mit. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz:

Elbpanorama mit Containerschiff. Bildquelle: www.regiobranding.de

Steinburger Elbmarschen: Nach etwa der Hälfte der Projektlaufzeit zieht die Fokusregion Steinburger Elbmarschen eine positive Bilanz und ist bereit für Zukunftsvisionen. So berichten die Projektkoordinatoren Frau von Malottky und Herr Huusmann in einem Interview mit der regionalen Presse. Regiobranding habe eine gute Vertrauensbasis bei den Akteuren vor Ort geschaffen und großes Interesse an dem Projekt geweckt. Das zeigen sowohl die Rückläufe der Haushaltbefragung als auch die Teilnehmerzahlen an den örtlichen Veranstaltungen. Nun werden gemeinsam mit den Bürgern Zukunftsvisionen für die Elbmarschen entwickelt. Eine davon ist die Entstehung eines Atom-Museums, das nach der Stilllegung des Kernkraftwerks Brokdorf entstehen könnte. Würde es gebaut, wäre dies das erste in Europa. „Visionen können Menschen verbinden und bewegen etwas in den Köpfen“, so Herr Huusmann.

Griese Gegend-Elbe-Wendland: Auch in dieser Fokusregion besteht reges Interesse an Regiobranding, was der große Zulauf beim Regionalforum in Dannenberg Ende Februar zeigte. Rund 60 Interessierte informierten sich über Forschungsergebnisse und tauschten sich mit den Wissenschaftlern aus. Aktuell hat die Fokusregion einen Ideenwettbewerb ausgelobt, um innovative Ideen für die künftigen Modellprojekte direkt von der Bevölkerung zu generieren. Der Wettbewerb läuft noch bis Mitte Mai.

Lübeck-NWM: Um Geschichte und Geschichten geht es in der Fokusregion Lübeck-Nordwestmecklenburg. Mit der Methode des Storytellings entwickelten Akteure vor Ort im Rahmen des Regionalforums Geschichten für ihre Region und stützten sich dabei auf die Ergebnisse der Wissenschaft.

In der Infothek auf der Projekthomepage www.regiobranding.de sind die Artikel aus der regionalen Presse zu finden.

Text: Carolin Blaumann (Uni Hannover/mensch und region)

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stadt PARTHE land präsentierte den Arbeitsstand auf der zweiten Vollversammlung

Einmal jährlich präsentiert und diskutiert die Innovationsgruppe stadt PARTHE land ihren aktuellen Arbeitsstand auf der öffentlichen Vollversammlung, zu dem sich am 24.03.2017 in Leipzig Plaußig ein regionales Gremium von Sachverständigen nebst interessierten Bürgerinnen und Bürgern einfanden. Etwa 50 Personen besuchten die Veranstaltung und konnten sich ein Bild machen zu bestimmten Teilprojekten der Innovationsgruppe, so u.a.

  • Verwertung von Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege,
  • Pflege und Umbau von Flurgehölzen und
  • naturschutzorientierte Grünlandbewirtschaftung.

Kurze Zusammenfassungen des Arbeitsstands in den einzelnen Teilprojekten wurden zu Dokumenten zusammengefasst, die Sie hier abrufen können: https://stadtpartheland.de/?p=1069

Eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie zudem hier: https://stadtpartheland.de/?p=1050

Text: Florian Etterer (TU Dresden)

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Themenschwerpunkt „Weiterführende Schulen“ - Ein Zwischenstand aus der Praxisregion Köln

Der hohe Handlungsdruck beim Thema „Weiterführende Schulen“ ergibt sich in der Praxisregion einerseits durch das starke Bevölkerungswachstum der Metropole, andererseits durch begrenzte Ressourcen hinsichtlich verfügbarer Flächen und Finanzen. Darüber hinaus führt auch der gesellschaftliche Wandel zu sich kontinuierlich ändernden Bedürfnissen bei den Eltern, die bei der bedarfsorientierten Schulentwicklungs-planung zu berücksichtigen sind.

Die Innovationsgruppe UrbanRural SOLUTIONS nimmt einen in der Region bereits begonnenen Prozess des interkommunalen Austauschs zum Thema „Weiterführende Schulen“ auf. In diesem Rahmen werden Möglichkeiten zu einer effizienteren Nutzung von Kapazitäten weiterführender Schulen in Köln und unmittelbar angrenzenden Umlandkommunen untersucht.

Die Innovationsgruppe UrbanRural SOLUTIONS konnte anhand von Schülerpendelbewegungen beispielsweise zeigen, wie stark verflochten der Betrachtungsraum ist. Im Vergleich der Jahre 2012 und 2015 lässt sich jedoch ein Rückgang der Verflechtungsintensität feststellen, der vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass Kommunen mit deutlichen Kapazitätsengpässen vorrangig die Schüler aus der eigenen Gemeinde aufnehmen (gesetzlich legitimiert seit der Schulgesetzänderung 2011).

Erster Workshop zu Schulkapazitäten

Aufbauend auf dieser Ausgangslage hat UrbanRural SOLUTIONS im Februar 2017 einen Workshop mit Schulplanern aus Köln und den angrenzenden Städten und Kreisen organisiert.

Eingeladen haben als Vertreter der Verbundpartner im Projekt die Stadtkämmerin der Stadt Köln, Gabriele C. Klug und Dr. Michael Thöne, Geschäftsführer des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität zu Köln (FiFo). Darüber hinaus konnten die Kölner Dezernentin für Schule, Jugend und Sport und der Bürgermeister der an Köln angrenzenden Stadt Brühl als Schirmherren gewonnen werden. Zu den Teilnehmern zählten Dezernenten und Mitarbeiter aus dem Schulbereich der Kommunen und Kreise, die Bezirksregierung sowie Vertreter der kommunalen Spitzenverbände.

Anhand von Karten wurden in der Diskussion Fragen zur derzeitigen und zukünftig zu erwartenden Bevölkerungsverteilung und zu Erreichbarkeiten von Schulstandorten erörtert. Eine Gegenüberstellung von Schülerzahlen und verfügbaren Schulplätzen hat Hinweise auf die Kapazitätsproblematik geben können. Außerdem waren Analysen von Schülerpendelbewegungen im Betrachtungsraum eine gute Grundlage für die Diskussion zu den Herausforderungen und möglichen interkommunalen Lösungsansätzen.

Weitere Dialoge zur Schulentwicklung

Nächstes Ziel des Projekts ist es, die im Workshop andiskutierten Vorschläge zu Kooperationen im Schulbereich weiter zu begleiten und zu vertiefen. Dafür sind weitere Treffen geplant, voraussichtlich zunächst in kleineren räumlichen Zuschnitten. Es wäre wünschenswert, am Ende des Prozesses Kooperationsvereinbarungen auf den Weg gebracht zu haben, die auch übertragbar auf andere Räume sind. Denkbar sind Kooperationen, die zu Kapazitätserweiterungen (bspw. gemeinsame Finanzierung eines Schulausbaus) oder zu einer besseren Verteilung der Schüler führen (z. B. explizite Zulassung von Schülern aus Gemeinde A in Gemeinde B). Kosten- und Nutzenbetrachtungen für die beteiligten Kommunen können solche Lösungen unterstützen.

Text: Anna Jung, Berhard Koldert (beide Stadt Köln)

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2. Interview: 4 Fragen an ... Franz-Josef Türck von der Innovationsgruppe render

Informationen zu den Interviewten:

Franz-Josef Türck ist studierter Bauingenieur und war 18 Jahre lang als Projektleiter in der Wasser-, Abwasser und Abfallwirtschaft tätig. Er ist darüber hinaus Gutachter für Photovoltaikanlagen, mit denen er sich im Laufe seiner beruflichen Laufbahn bei der EWV-Tochter GREEN vermehrt beschäftigte. In der Innovationsgruppe render versteht sich Herr Türck sich als Bindeglied zwischen der Wissenschaft und Praxis.

Sehr geehrter Herr Türck, als Praxispartner begleiten Sie den Forschungsprozess der Innovationsgruppe render aktiv mit, in dem Sie Ihre langjährige Erfahrung als Projektleiter im Bereich der Erneuerbaren Energien einbringen. Was hat Sie überzeugen können mitzumachen?

Das Thema des Forschungsvorhabens passte sehr gut zu unseren damaligen Problemen. Wir hatten vor, einen regionalen Windpark zu errichten und sind im Endeffekt am lokalen Widerstand einiger weniger Bürger gescheitert. Wir wollten herausfinden, wie wir dieses Scheitern zukünftig verhindern können und was wir tun müssen, damit der Widerstand in der Bevölkerung erst gar nicht aufkommt. Zum damaligen Zeitpunkt haben wir bereits über die Gründung einer Energiegenossenschaft nachgedacht. Mit Hilfe des render Projektes war dieser Plan hausintern einfacher umzusetzen, da die Finanzierung durch den Forschungsverbund dabei geholfen hat.

Sie unterstützen langjährig und in vielfältigen Funktionen die regionale Energiewende in der Städteregion Aachen aktiv mit. Welche neue Qualität bringt eigentlich das render-Projekt aus Ihrer Sicht in den regionalen Energiewendeprozess ein?

Im render-Projekt werden erstmals die politischen Ziele der Kommunen der StädteRegion Aachen zusammengetragen und allen Akteuren vereinheitlicht und übersichtlich zur Verfügung gestellt. Wir haben im Zuge des Projektes die potentiellen Flächen ermittelt, auf denen Windanlagen und Freiflächenanlagen errichtet werden können. Diese Flächen reichen bei weitem nicht aus, um die selbst gesetzten Ziele der Politik zu erreichen. Hierdurch wurde bereits erreicht, dass die Politik erkannt hat, dass Sie nicht nur Ziele definieren sollte, sondern auch den Weg frei machen muss, um genügend Flächen zu entwickeln.

Darüber hinaus wurde die Energiegenossenschaft EWV Bürgerenergie eG im Zuge des Forschungsprojektes gegründet. Diese Genossenschaft ermöglicht es Bürgern sich an regionalen Projekten zu beteiligen. Die Verknüpfung mit dem Forschungsvorhaben bietet die Chance, dass über die üblichen Wege hinaus, Werbung für die Genossenschaft gemacht werden kann und im Rahmen der RENDER Veranstaltungen die Beteiligung an der Genossenschaft immer wieder angeboten werden kann.

Forschungspolitik fördert in den letzten Jahren verstärkt die Kooperation von Wissenschaft mit der Praxis. Sind große projektfinanzierte Konsortien, die von der Wissenschaft gesteuert werden der richtige Weg, um politische Ziele wie bspw. in der Nachhaltigkeitsstrategie formuliert zu erreichen?

Mit diesem Instrument können interessante Ergebnisse erzielt werden. Die Erfahrungen der Praxispartner sind in einem solchen Prozess sehr hilfreich. Die Frage der Steuerung durch die Wissenschaft in Bezug auf die Projektsteuerung selber  würde ich so beantworten: Die Steuerung eines Projektteams aus Wissenschaftlern und Praxispartnern sollte immer durch einen erfahrenen Praxispartner erfolgen, da er im Idealfall eine langjährige Erfahrung aus der „richtigen“ Projektsteuerung mitbringt. Diese kann bei jungen Wissenschaftlern ohne Praxiserfahrung nicht vorhanden sein und führt in den Projekten nicht zu optimalen Ergebnissen, da häufig nicht zielorientiert gearbeitet wird und einfach die Erfahrung fehlt, wie man so etwas macht.

Die Frage, ob es der richtige Weg ist, um politische Ziele zu erreichen hängt davon ab, ob diese Forschungsziele der Politik bereits in einer frühen Phase mitgeteilt und verständlich gemacht werden können. Darüber hinaus hängt es auch davon ab, ob die Politik sich hier auch beraten lässt. Weiterhin sollte eine frühzeitige Abstimmung mit der Politik erfolgen, um die Vorstellungen und Ziele der Politik zu erfragen und mit den Fragestellungen der Wissenschaft abzugleichen. Im Idealfall sollte bereits während des Projektes ein intensiver Austausch zwischen Politik und Forschungsvorhaben erfolgen, um den „richtigen Weg“ zu finden.

Sie haben im vergangenen Jahr zusammen mit Partnern der EWV, der VR-Bank Eschweiler sowie einem Rechtsanwalt eine Energiegenossenschaft gegründet. Kann die Praxis eigentlich besser Innovation?

Ja natürlich. Die Praxis kennt die Probleme der Umsetzung, hat aber aufgrund der Projektarbeit häufig nicht die Zeit, innovative langfristige Lösungen zu erarbeiten. Hier kann der Fördergeber helfen, indem er „Zeit von den Praxispartnern kauft“ und sie forschen lässt.

Herr Türck, wir danken für das Interview!

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3. Neuigkeiten aus dem Wissenschaftlichen Begleitvorhaben

Regionale Innovationen managen - Neues Unterstützungsangebot des Wissenschaftlichen Begleitvorhabens

In der aktuellen Phase des Förderschwerpunkts denken die meisten Innovationsgruppen verstärkt über ihr Innovationskonzept nach. Das wissenschaftliche Begleitvorhaben reagiert auf diesen Bedarf und erweitert sein Portfolio um ein Seminar zum Regionalen Innovationsmanagement, das den Innovationsgruppen als Unterstützungsleistung kostenfrei angeboten wird.

Die Ziele des Seminars sind eine gemeinsame Positionsbestimmung der Innovationsgruppe (Wo steht man mit seiner Arbeit an der Systemlösung?), um anschließend Handlungsmöglichkeiten und strategische Optionen für das weitere Vorgehen anzureißen. Den Seminarteilnehmern wird dabei eine Auswahl an Innovationsmanagementansätzen, Möglichkeiten der Umfeldanalysen von Innovationsarenen, Strategieentwicklung und Prozessgestaltung sowie Formen des Wissenstransfers und der Verstetigung von innovativen Lösungen vorgestellt. Ein hoher Diskussionsanteil und die Arbeit in Kleingruppen helfen bei der Wissensvermittlung, wobei die Beteiligung von Praxispartnern mehr als nur erwünscht ist.

Beim ersten Seminar im Februar dieses Jahres (siehe hierzu den Beitrag von INOLA in diesem Newsletter) konnte sich das Konzept bereits bewähren. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Veranstaltung aufgrund des hohen Interaktionsanteils und der Breite der Themen auf zwei halbe Tage gelegt werden sollte.

Auch bei den anderen Innovationsgruppen stößt das Seminarkonzept auf großes Interesse, sodass jetzt schon feststeht, dass dieses Jahr mindestens zwei weitere Veranstaltungen folgen werden.

Für weitere Informationen zum Seminar, kontaktieren Sie Christian Eismann von inter 3.

Text: Christian Eismann (inter 3)

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Jenseits von „Bürgerwissenschaften“: Innovationsgruppen und Begleitvorhaben publizieren gemeinsamen Fachartikel für die Zeitschrift Anliegen Natur

Welche Potenziale haben transdisziplinären Forschungsansätze für den praktischen Naturschutz und die Landschaftspflege? Ausgehend von dieser Frage haben die Innovationsgruppen Regiobranding, stadt PARTHE land und ginkoo in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Begleitvorhaben einen gemeinsamen Beitrag für die Fachzeitschrift ANliegen Natur verfasst und vor kurzem publiziert.  Ausgehend von der Beobachtung einer zunehmenden Konjunktur „bürgerwissenschaftlicher“ Forschungsprojekte, skizziert das Autorenteam die konzeptionelle Erweiterung der Innovationsgruppen und stellt anhand der drei Projekte exemplarisch dar, welche Beiträge die Innovationsgruppen für die Bereiche Natur- und Landschaftsschutz liefern können.

Der Artikel ist online erschienen und kann hier abgerufen werden.

Text: Sebastian Rogga (ZALF e.V.)

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4. Lesestoff: Methodenhandbuch Bürgerbeteiligung: Passende Beteiligungsformate wählen

Spätestens die Proteste gegen die Erweiterung des Flughafens in Frankfurt am Main, den Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke oder Stuttgart 21 haben gezeigt: Die Bürgerinnen und Bürger möchten auf die konkrete Ausgestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes stärker als bisher Einfluss nehmen. Durch eine frühzeitige Einbindung der Bürgerschaft in Entscheidungsprozesse lassen sich u.a. mögliche Konflikte zeitiger erkennen und einvernehmliche Lösungen erarbeiten. Das schafft mehr Akzeptanz für Entscheidungen und hilft langfristig auch, Geld zu sparen. Das praxisorientierte »Methodenhandbuch Bürgerbeteiligung« stellt dafür ein breites Set an Methoden vor, die von der Beteiligungsplanung bis zur Lern- und Ergebnistransfersicherung reichen und auch das Thema Online-Beteiligung berücksichtigen. Es richtet sich u.a. an kommunale Verwaltungen, Politik, Vereine, Bürgerinitiativen, Prozessgestalter und erscheint in fünf Bänden.

Band 2 des Methodenhandbuchs Bürgerbeteiligung:

Jeder Beteiligungsprozess braucht ein maßgeschneidertes Moderations- und Beteiligungskonzept. Die Vielfalt an Methoden, die hier zum Einsatz kommen können, ist groß. Die Methodenkoffer sind heute sehr gut gefüllt.

Band 2 stellt 20 erprobte Methoden vor und sortiert diese nach sinnvollen Kriterien, etwa hinsichtlich ihrer Zielsetzung, Teilnehmerzahl, Kostenrahmen und Zeitbedarf. Zahlreiche Anwendungsbeispiele schaffen konkrete Praxisbezüge.

368 Seiten, oekom verlag München, 2017
ISBN-13: 978-3-86581-853-9
Erscheinungstermin: 09.02.2017

Link
Inhaltverzeichnis
Leseprobe

Text: oekom-Verlag (mit freundlicher Genehmigung)

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5. Medienecho

>> 27/03/2017 +++ EnAHRgie +++ > 27/03/2017 +++ EnAHRgie +++ Projekt EnAHRgie: Mit Belegschaftsgenossenschaften die Energiewende fördern">Projekt EnAHRgie: Mit Belegschaftsgenossenschaften die Energiewende fördern

>> 06/05/2017 +++ ginkoo +++ ARD; Sendung neuneinhalb (Erstausstrahlung 6.5.2017; 8:15 Uhr); Thema: Küken-Töten und mögliche Alternativen berichtet. Der Zweinutzungshühnerhalter und erste ei care-Hühnerhalter in Süddeutschland, Dietmar Rapp, erklärt was man dagegen tun kann">Küken-Töten und mögliche Alternativen berichtet. Der Zweinutzungshühnerhalter und erste ei care-Hühnerhalter in Süddeutschland, Dietmar Rapp, erklärt was man dagegen tun kann

>> INOLA stellt sich in den nächsten drei Ausgaben von oberlandALTERNATIV genauer vor. Den ersten Beitrag in der aktuellen Ausgabe finden Sie hier. Die Zeitschrift oberlandALTERNATIV liegt vor allem in den Landratsämter und bei den Gemeinden des Oberlandes aus.

Weitere Pressemitteilungen finden Sie in unserem Pressespiegel.

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6. Publikationen

Rogga, S., Kempa, D., Heitepriem, N. & Etterer, F. (2017): Jenseits von „Bürgerwissenschaften“ – neue Wege der Nachhaltigkeitsforschung im integrierten Naturschutz und dem Kulturlandschaftsmanagement. – ANLiegen Natur 39(1): 60–68, Laufen; www.anl.bayern.de/publikationen.

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7. Termine

Save the Date: Statuskonferenz 2017 der "Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement - 04. und 05. Dezember 2017 (in Berlin)

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Impressum

 

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) Müncheberg e.V.

eingetragen im Vereinsregister VR 35 35 FF, Kreisgericht Strausberg

Prof. Dr. Frank Ewert | Wissenschaftlicher Direktor

Cornelia Rosenberg | Verwaltungsdirektorin

 

Haftung:

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt von verlinkten Webseiten sind ausschließlich die Betreiber verantwortlich.

 

Kontakt:

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF) Müncheberg

Eberswalder Straße 84

D - 15374 Müncheberg

innovationsgruppen@zalf.de

+49 (0) 33432-82 403 

 

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