Newsletter

Der vierteljährlich erscheinende Newsletter zum Förderschwerpunkt "Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement" informiert kurz und bündig über Neuigkeiten zu den Innovationsgruppen sowie zu Wissenswertem in den Themenfeldern Innovationen und dem Nachhaltigen Landmanagement.

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Ausgabe 3/2017 (August 2017)

Newsletter Ausgabe 3/2017 (Februrar 2017)

Newsletter Ausgabe 3/2017 (August 2017)

Ausgabe 2/2017 (Mai 2017)

Newsletter Ausgabe 2/2017 (MAi 2017)

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Ausgabe 1/2017 (Februrar 2017)

Newsletter Ausgabe 1/2017 (Februrar 2017)

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Ausgabe 4/2016 (November 2016)

Newsletter Ausgabe 4/2016 (November 2016)

Newsletter Ausgabe 4/2016 (November 2016) PDF Format

Ausgabe 3/2016 (Juli 2016)

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Ausgabe 2/2016 (Mai 2016)

Newsletter Ausgabe 2/2016 (Mai 2016)

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Ausgabe 1/2016 (Februar 2016)

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Ausgabe 1/2015 (November 2015)

Newsletter Ausgabe 1/2015 (November 2015)

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Ausgabe 3/2017 (August)

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Gebrauchen aber nicht verbrauchen“ – dieses Prinzip hatte die scheidende Bundesregierung im Koalitionsvertrag festgehalten und meinte damit die Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme auf 30ha am Tag. Dieses Ziel galt bereits vor vier Jahren als unrealistisch und es scheint nicht wahrscheinlich, dass es bis 2020 erreicht  wird. Was bleibt von dieser 18. Legislaturperiode aus Sicht des nachhaltigen Landmanagements?

Mit Schaffung der neuen Baurechtskategorie der „Urbanen Gebiete“ hat der Gesetzgeber Impulse für eine stärkere Innenentwicklung von Städten gesetzt, wobei sich die Wirksamkeit dieses Instruments noch erweisen muss. Mit dem Erlass des Paragraphen 13b zur Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Planungsverfahren setzt die Politik hingegen Signale, die einer flächensensiblen Politik entgegenstehen.

Und jenseits der Metropolen? Dort findet die Flächenneuinanspruchnahme weiter losgelöst von der Bevölkerungsentwicklung statt. Siedlungs- und Verkehrsfläche wird gerade dort in Anspruch genommen, wo sie am wenigsten tragfähig ist: in ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen und in dünnbesiedelten ländlichen Kreisen. Es wird sich zeigen, ob die nächste Bundesregierung willens ist, auch dort Impulse zu setzen. Umso mehr ist die Forschung gefragt, entsprechende Beiträge zu erarbeiten.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht

i.A. des Wissenschaftlichen Begleitvorhabens
Sebastian Rogga

Die PDF-Version des Newsletters erhalten Sie hier.

1. Neuigkeiten aus den Innovationsgruppen

Stecklinge für die Landwirtschaftsausstellung

Als einer von 700 Ausstellern präsentierte sich die Innovationsgruppe AUFWERTEN mit einem eigenen Messestand bei der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) im havelländischen Paaren/Glien. Banner, Prospekte, Stecklinge, Erklärfilm zu Agroforstsysteme, ein Video zur Erntemaschine Anbaumähhacker MH 130, ein Modell, ein Quiz und vor allem eine individuelle Beratung durch die Mitglieder der Innovationsgruppe wurde das Thema Agroforstwirtschaft den Besuchern auf der viertägigen Veranstaltung, die vom 25.-28. Mai stattfand, nähergebracht. Weiterhin wurde auch getestet, wie die Besucher auf einen Entwurf eines neuen Labels zur Agroforst-Gans reagieren und wie deren Meinung diesbezüglich ist.

Text: Yvonne Raban (Biomasse Schraden e.V.)

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Treffen der Seminarreihe

Am 3. und 4. Juli 2017 trafen sich in Massen (Niederlausitz) VertreterInnen unterschiedlicher Innovationsgruppen, um die Untersuchungsregion der Innovationsgruppe AUFWERTEN kennenzulernen und sich über die Herangehensweise bei der Entwicklung von agroforstlich orientierten Geschäftsmodellen zu informieren. Fachlichen Input präsentierte die Innovationsgruppe auch zum Thema „Design Thinking“; eine Methode die auch in der Wissenschaft vermehrt Anwendung findet.

Am ersten Tag wurden im Rahmen einer Exkursion verschiedene Agroforstsysteme angefahren, wobei die Bewirtschafter jeweils selbst ihre Flächen vorstellten und von ihren Erfahrungen berichteten. In weiteren Exkursionspunkten wurde sich mit der Entwicklung und Nutzung bestehender Heckenstrukturen befasst sowie mit dem Biomasse-Heizwerk Massen eine mögliche energetische Verwertungsanlage für Agroforst-Energieholz besichtigt. Während der Fahrt durch das Untersuchungsgebiet rund um die Städte Finsterwalde und Senftenberg stand darüber hinaus auch das Thema Bergbau und Bergbaufolgelandschaften im Fokus der Diskussionen. Hautnah konnte dieses Thema bei einer Besichtigung des Besucherbergwerkes F60 erlebt werden.

Am zweiten Tag führte die Innovationsgruppe AUFWERTEN im Energie- und Servicecenter des Projektpartners Amt Kleine Elster ein Seminar zum Thema „Geschäftsmodelle für innovative Landnutzungssysteme“ durch. Hierbei wurden den Teilnehmern durch Georg Nawroth (Fraunhofer IAO) und Dr. Alexander Sänn (Universität Bayreuth) Grundlagen zu Geschäftsmodellen vermittelt und Methoden des Innovationsmanagements vorgestellt. Neben umfangreichen allgemeinen Informationen zu dieser Thematik, bekamen die Teilnehmer auch einen Einblick in die gemeinschaftliche Projektarbeit der Innovationsgruppe AUFWERTEN, wobei sie im Rahmen einer Gruppenarbeit selbst Herangehensweisen des Design Thinking (eine Methode des Innovationsmanagements) – wenn auch nur ansatzweise – ausprobieren konnten.

In einem weiteren Block stand die Entwicklung von Businessplänen  im Vordergrund. Auch hier wurden die Teilnehmer im Rahmen von Gruppenarbeiten aktiv einbezogen. Schließlich wurde das an der Universität Bayreuth entwickelte Agroforst-Label vorgestellt. Ziel ist es hierbei zu untersuchen, inwieweit ein spezielles Gütesigel für Agroforstwirtschaft geeignet ist, um Agroforstprodukte besser vermarkten zu können. Zu diesem Zweck brachte Alexander Sänn als Anschauungs- und Diskussionsgegenstand ein Agroforst-Verkaufsdisplay mit, welches von dem Landwirt und Projektpartner Thomas Domin mit hofeigenen Wurstprodukten bestückt wurde. Die Veranstaltung brachte auch für die Innovationsgruppe AUFWERTEN viele Anregungen, die für die weitere Forschungsarbeit zum Thema Agroforstwirtschaft gewinnbringend genutzt werden können.

Text: Christian Böhm (BTU Cottbus)

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Politische Entscheidungsträger diskutieren Szenarien für das Energiekonzept

Das Energiekonzept für den Landkreis Ahrweiler soll bis Ende des Jahres vorliegen. Schon jetzt sucht die Innovationsgruppe von EnAHRgie den Dialog mit Bürgermeistern und weiteren Politischen Entscheidungsträgern, wie zum Beispiel den Kreisverbänden der Fraktionen.

Am 8. Juni stellten Projektleiter Dr. André Schaffrin von der EA - European Academy und Dr. Annedore Kanngießer von Fraunhofer UMSICHT den bisherigen Stand der Konzeptentwicklung und die Planungen für Beteiligung und Verstetigung in der Konferenz der hauptamtlichen Bürgermeister des Landkreises Ahrweiler vor. Wenige Tage später hatten auch die Vertreter der verschiedenen Parteien Gelegenheit, die Projektergebnisse in einer gemeinsamen Veranstaltung mit Dr. Schaffrin zu diskutieren. Dr. Bert Droste-Franke, ebenfalls von der EA - European Academy, stellte den aktuellen Stand außerdem im Kreis- und Umweltausschuss in der Kreisverwaltung vor.

In allen Gesprächen konnte die Abstimmung des Energiekonzepts für den Landkreis noch besser auf die spezifischen Bedingungen abgestimmt werden. Der Input und die Diskussionen der lokalen Politiker ist von großem Wert für die Innovationsgruppe.

In einer großen gemeinsamen Online-Umfrage vom Deutschen Institut für Urbanistik (difu) und der Freien Universität Berlin hatten alle politischen Entscheidungsträger zudem die Möglichkeit, Ihre Meinungen und Vorstellungen zur Verstetigung der Energiewende und die Umsetzung des Energiekonzepts in Ahrweiler zu äußern. Auch Unternehmer und Vertreter der Vereine und Verbände wurden befragt. Die so gewonnenen fließen direkt ein in die Teilkomponenten des Innovationskonzepts, welche die Umsetzung vor Ort im Kreis unterstützen sollen.
Folgen Sie EnAHRgie bei Twitter unter @EnAHRgie (https://twitter.com/EnAHRgie). Wir wollen über diesen Kanal ein noch breiteres Publikum mit unseren Projektergebnissen erreichen und die lokalen Stakeholder im Kreis Ahrweiler und in den Vergleichskreisen deutschlandweit zeitnah und transparent informieren.

Text: Mareike Schulz (Kreisverwaltung Ahrweiler)

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Internationale Konferenzbeiträge

Auf der 8. Internationalen Sustainability Transitions Konferenz im Juni 2017 in Göteborg stellte ginkoo das methodische Vorgehen für transdisziplinäre Verbünde in der Startphase mit der Situationsanalyse vor. Die Diskussion zum Vortrag “Method for managing transdisciplinary research – using the situation analysis approach for joint problem framing” zeigte die Notwendigkeit einer umfassenden Planung transdisziplinärer Verbünde und würdigte die zusätzlichen Chancen, die sich durch die Finanzierung der Beteiligung von Praxispartnern ergeben können.Im Rahmen der European Society for Rural Sociology (ESRS) in Krakau zum Thema „Uneven Processes of Rural Change“ stellte Prof. Martina Schäfer in der Session „Ethics and sustainable agri-food governance: appraisal and new directions“ Ergebnisse zur Naturland Fallstudie vor. Der Vortrag “Establishing ethical organic poultry production: a question of successful cooperation management?” wurde rege diskutiert. Das Abstract ist hier auf S. 314 einsehbar.

Text: Bettina König (ginkoo)

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Finanzierungsinstrumente im Tourismus

Wie kann sich der Tourismus an der Finanzierung der Kulturlandschaftsentwicklung beteiligen? Prof. Dr. Felix Herle und Christian Hausy von der Universität Bremen stellten am 17.7. die Zwischenergebnisse ihrer Studie zu Finanzierungsinstrumenten im Tourismus vor. Gemeinsam mit dem ginkoo-Team werden diese weiter aufbereitet, um sie im November mit Akteuren aus Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz im Spreewald zu diskutieren.

Text: Bettina König (ginkoo)

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Einblicke in die Forschungswerkstatt: Wie sieht die Region Oberland im Jahr 2045 aus?

Anhand der im Projekt INOLA erarbeiteten Szenarien und dem zusätzlich erarbeiteten Material können regionale Arbeitskreise, Unternehmen, Vereine und Verbände oder z.B. Schulen besonders relevante zukünftig mögliche Einflussfaktoren und Entwicklungen für das eigene Umfeld bestimmen. Eine Methode, die auch über INOLA hinaus Anwendung finden könnte. Die Innovationsgruppe INOLA beschreibt in einem kürzlich auf der Webseite veröffentlichtem Papier, mit welchen methodischen Bausteinen und unter Verwendung welcher Materialien regionale Zukunftsszenarien für die Energiewende für eine örtliche Schulklasse erarbeitet wurden. Gleichzeitig reflektieren sie kurz, welche eigenen Erfahrungen sie bei der Durchführung gewonnen haben und welche Vorteile die Methode in sich birgt. Dazugehörige Materialien können künftig bei der EWO Oberland bestellt werden. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit ReferentInnen zu buchen.

Text: Elisabeth Freundl (INOLA)

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INOLA veranstaltet drei Strategie-Workshops in der Region

Das Ziel für die Region Oberland steht fest: Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bis 2035. Dieses Ziel wurde in drei Szenarienveranstaltungen, die im Sommer stattfanden, nochmals bestätigt. Im nächsten Schritt wird nun die konkrete Gestaltung der Energiewende für die Region diskutiert.

Dazu benötigte das Team INOLA Expertenwissen aus der Region. In diesem Zusammenhang wurden je eine Veranstaltung in jedem Landkreis mit regionalen Experten bestehend aus den Verantwortlichen der Energiewende Oberland, der INOLA-Begleitgruppe und dem jeweiligen Fachbeirat Energie/ Klimaschutz durchgeführt. Für die Veranstaltungen, die im Juli stattfanden, konnten jeweils 15-18 Teilnehmer gewonnen werden, die im Rahmen einer Expertenrunde folgende Fragen beantworteten:

  • Welche Ausbauoptionen erachten Sie für den jeweiligen Landkreis für möglich und wünschenswert?
  • Welche Zielkriterien soll das regionale Energiesystem erfüllen?
  • Welchen Energiemix will die Region Oberland?

In einem gemeinsamen Prozess wurden neue und bereits vorhandene Strategien für Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau erneuerbarer Energien diskutiet und für die Umsetzung vorbereitet. Im Herbst werden die aufbereiteten Ergebnisse auf der Homepage www.inola-region.de zur Verfügung gestellt und mit weiteren Impulsen aus der Region auf weiteren, bestehenden Veranstaltungen erweitert.

Text: Elisabeth Freundl (INOLA)

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Markenbildungsseminar – Entwicklungsideen werden fokussiert

Wie kann der Weg zu einer erfolgreichen Marke aussehen? Was und wer muss berücksichtigt werden? Und was macht eine gute Marke eigentlich aus? Um diese Fragen zu beantworten, führte der Projektverbund Regiobranding am 21. Juni 2017 ein projektinternes Seminar zum Thema Marken und Markenentwicklung durch.

Am Vormittag gab Frau Dr. Trimborn von der inspektour GmbH aus Hamburg eine Einführung in die Markenbildung. Eine wesentliche Aussage: „Ausgangspunkt jeglicher Markenstrategie und Markenentwicklung ist die Identität.“ In Kleingruppen entwickelten die drei Fokusgruppen die spezifischen Markenkernwerte für ihre Region, welche die zentralen Werte der Region sowie der gewünschten Zielgruppe widerspiegeln. „Die Bildung einer regionalen Marke bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Identifikation und Außendarstellung“, betonte Herr Köpper von der Cluster Sozialagentur aus Hildesheim. Er gestaltete den Nachmittag und ließ die Fokusregionen Zielperspektiven und Themenfelder mit Strahlkraft formulieren bzw. identifizieren. Damit wurde ein wesentlicher Meilenstein hin zur Marke entwickelt und vorhandene Gedanken konnten fokussiert werden. Die gesammelten Erkenntnisse werden nun in den Steuerungsgruppen der Fokusregionen mit den Akteur*innen vor Ort diskutiert und weiter bearbeitet. Ein Fazit: Der Aufbau einer Marke ist eine langfristige Angelegenheit und erfordert Ausdauer und Konsequenz.

Text: Carolin Blaumann (Uni Hannover/mensch und region)

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Mit Visionen auf dem Weg zur Marke - Visionsworkshop in den Steinburger Elbmarschen

Birgit Böhm, Leiterin der Innovationsgruppe, schickte die Teilnehmer*innen in einem Zukunftsvisionen-Workshop in der Fokusregion Steinburger Elbmarschen auf eine Reise in die Welt, wie sie in 50 Jahren aussehen könnte.  Per Video wurden Trends und mögliche Technologien der Zukunft präsentiert. Im Anschluss wurde das Gesehene auf mögliche Zukünfte in der Region übertragen – unter reger Teilnehmer der Beteiligten.

Inspiriert von der Zukunftsreise diskutierten die Teilnehmer*innen als Baumeister*innen zukünftiger Kulturlandschaften der Steinburger Elbmarschen die Fragen: Welches sind die wichtigsten Zukunftsakteure*innen? Wer gestaltet? Wer lebt in der Region? Wer nutzt die Region? Wer wirtschaftet in der Region?

Auch Ratschläge aus der Zukunft „Vergesst nicht…“ und „Fokussiert euch auf…“ wurden formuliert. Aus den Gruppenergebnissen wurde schließlich gemeinsam an einer Vision gearbeitet. Als wesentliche Entwicklungsstränge wurden die „Chancen für eine regionale wirtschaftliche Entwicklung aus Perspektive des Forschungsprojektes“, die „Möglichkeiten weiterhin Raum zum Leben zu haben, in dem die Menschen auch leben möchten“ und der „Wille Identität für die Region zu schaffen“ gesehen. In die Überlegungen flossen auch die Ergebnisse des Markenseminars ein. Die Teilnehmer*innen waren sehr zufrieden mit der Veranstaltung und der Arbeitsatmosphäre. An diesen visionären Bildern wird nun weitergearbeitet. Anschließend werden passende Modellprojekte ins Leben gerufen.

Text: Carolin Blaumann (Uni Hannover/mensch und region)

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Kunst in die Kulturlandschaft! Sommerschule erarbeitet Ideen für das Partheland

Wie können künstlerische Arbeitsweisen im öffentlichen Raum für die Auseinandersetzung über die Kulturlandschaftsentwicklung im Partheland aussehen? Mit dieser Frage haben sich Studierende der TU Dresden gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern im Rahmen einer Sommerschule auseinandergesetzt. Die ersten Ergebnisse und Ideen dieser Sommerschule, die Ende Mai 2017 stattfand, wurden am 1. Juni im Rahmen einer Parthelandküche im Abtnaundorfer Park präsentiert. Die Ergebnisse sind auf der Webseite der Innovationsgruppe oder in einem eigens gestalteten digitalen Tagebucheintrag zu sehen.  Eines der Ergebnisse aus der Veranstaltung  ist eine aufgezeichnete Audio-Tour, die durch den Abtnaundorfer Park, an dessen Rand die Parthe fließt,  führt. Die Audiotour (TALK WALK) kann als Datei runtergeladen werden, um sich durch den Landschaftspark in Leipzigs Norden führen zu lassen (weitere Informationen zum TALK WALK).

Text: Florian Etterer (TU Dresden)

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Produktionsintegrierte Kompensation auf dem Prüfstand

Ein Schwerpunkt im Projekt stadt PARTHE land ist die Erprobung und Einführung von Kompensationsmaßnahmen für Landwirt*innen, die auf Betriebsflächen Naturschutzmaßnahmen integrieren; kurz:  Produktionsintegrierte Kompensation (PIK).  Hierzu fand am 13. Juni ein Feldtag statt, bei dem die bisherigen Maßnahmen im Projekt eruiert wurden. Vier landwirtschaftliche Betriebe im Partheland beteiligen sich an den Feldversuchen und erproben, ob sich beispielsweise Blühstreifen und Lerchenfenster problemlos in die betriebliche Praxis integrieren lassen. Als Ergebnis dieses Feldtags hat die Innovationsgruppe einen digitalen Tagebucheintrag (Link) veröffentlicht, der detailliertere Informationen zum Thema gibt. So wird nicht nur der gegenwärtige Maßnahmenstand bildreich dokumentiert, sondern auch bisherige Erfahrungen reflektiert und erste Schlussfolgerungen für die Umsetzung von PIK gezogen.    

Text: Florian Etterer (TU Dresden)

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2. Neuigkeiten aus dem Wissenschaftlichen Begleitvorhaben

Wissenstransfer mit der Politik: Wissenschaftliches Begleitvorhaben im Fachgespräch mit Bundestagsabgeordneten

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe „Leibniz im Bundestag“, zu der Wissenschaftler*innen der Leibniz-Forschungsgemeinschaft zu einem Fachgespräch eingeladen werden, konnte Sebastian Rogga vom Wissenschaftlichen Begleitvorhaben der BMBF-Fördermaßnahme „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“ am 31. Mai 2017 im Berliner Paul-Löbe-Haus Themen und Projekte der Innovationsgruppen mit der agrarpolitischen Sprecherin der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag, Frau. Dr. Kirsten Tackmann, vorstellen und besprechen.

Gemeinsam mit zwei weiteren Kolleg*innen Ihres Büros nahm sich Frau Dr. Tackmann eine Stunde Zeit, um sich über die Fördermaßnahme unter dem Thema „Nachhaltige Landnutzung durch soziale Innovationen“ zu informieren und Fragen zu stellen. Als Repräsentantin des Wahlkreises 56, der Landkreise Nordwest-Brandenburgs sowie West-Mecklenburgs umfasst, interessierte sie sich neben den agrarspezifischen Themen besonders für die integrierten Ansätze der Innovationsgruppen, bei denen endogene Entwicklungspotenziale ländlicher Räume aktiviert werden. Im Laufe des Gespräches bekannte Sie sich als Anhängerin von Agroforstsystemen und befürwortete eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zu einer weiteren Verbreitung. Generell begrüßte Sie den Forschungsansatz der Innovationsgruppen, der eine engere Kollaboration zwischen Wissenschaft und Praxis vorsieht.

Die Diskutanten zeigten sich sehr interessiert am weiteren Verlauf der Projekte sowie den Resultaten der Innovationsgruppen.

Text: Sebastian Rogga (ZALF e.V.)

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Transdisziplinäre Raumforschung – Eine Diskussionsrunde während der Jahreskonferenz der Europäischen Schulen für Raumplanung (AESOP) in Lissabon

Welche Relevanz haben transdisziplinäre Ansätze in der Raumforschung? Das war die zentrale Fragestellung, die Thomas Weith und Nadin Gaasch (ZALF) während einer Session der Jahrestagung 2017 von AESOP – Association of European Schools of Planning zur Diskussion stellten. Transdisziplinarität (TD) als ein möglicher konzeptioneller Ansatz für die Gestaltung von Forschungsprozessen im Kontext der Raumplanung wird bislang kaum Bedeutung beigemessen. Dafür steht bspw. die sehr übersichtliche Zahl an Publikationen zu diesem Themenfeld. Dieser Eindruck wurde auch von den Teilnehmenden der Session geteilt. Ein wesentlicher Grund für die geringe Bedeutung von TD liege vor allem in der grundsätzlich mangelnden Auseinandersetzung mit methodologischen Fragstellung in der Raumplanungsforschung. Während theoretische und empirische Arbeiten im Zentrum der Betrachtung stehen, verhärte sich zunehmend der Eindruck einer immer geringer ausgeprägten Auseinandersetzung mit Methoden und Vorgehensweisen.

Die relative Neuartigkeit des Themas TD in der Raumforschung spiegelte sich letztlich auch in den Einschätzungen der Teilnehmenden der Session wieder. Transdisziplinäre Forschungsansätze würden zunehmend von den Fördergebern gefordert und gefördert; die Erfahrungen zeigen jedoch, dass in den Projekten wenig TD drinstecke. Gründe dafür seien vielfältig: von theoretischer und konzeptioneller Unkenntnis und Unerfahrenheit bei der Umsetzung von TD-Forschungsprozessen sowohl bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch bei Praxispartnerinnen und
-partnern bis hin zur nicht passfähigen Infrastrukturen und den notwendigen Ressourcen. Um einen Schritt weiter zu kommen, sei eine intensivere Auseinandersetzung mit methodologischen Fragstellungen notwendig. Eng damit verbunden sei vor allem die Auseinandersetzung mit der zukünftigen die Rolle der Wissenschaft in diesen Prozessen im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Neutralität und gesellschaftlicher Verantwortung.

Trotz der vielfältigen Hürden waren sich die Teilnehmenden über den Mehrwert transdisziplinärer Prozesse einig: TD als methodologischer Ansatz biete vielfältiges Wissen und kreativen Umgang mit komplexen Problemen (auch wicked problems) und ermögliche so eine systemische Perspektive, die über die disziplinäre und sektorale Grenzen hinausgehe. Um die Auseinandersetzung mit TD in der Planungscommunity – und somit auch den methodologischen Diskurs insgesamt – zu stärken, wurde vorgeschlagen, bei der nächsten Jahreskonferenz von AESOP 2018 in Göteborg eine Sessionbewerbung zu „Transdisciplinarity in Planning Studies“ einzureichen. In der Session sollen konkrete Ergebnisse raumbezogener, transdisziplinärer Projekte vorgestellt werden, um einerseits den Mehrwert dieses Forschungsansatzes abzubilden und andererseits über Herausforderungen in der Gestaltung eines solchen Forschungsprozesses zu diskutieren. Eine gute Präsentationsmöglichkeit für einige Innovationsgruppen!

Text: Nadin Gaasch, Thomas Weith (ZALF e.V.)

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International TD-Conference in Lüneburg – Vielfältige Beiträge aus den Innovationsgruppen zu erwarten

Die Leuphana Universität Lüneburg ist dieses Jahr gastgebende Institution für die International Transdisciplinarity Conference. Die vom „Network for Transdisciplinary Research“ (td-net) organisierte Konferenz dürfte die bedeutendste Veranstaltung für die wachsende TD-community sein. Umso erfreulicher, dass die Innovationsgruppen gleich mit mehreren Beiträgen präsentieren werden.

  • Assessing process quality and product quality in transdisciplinary research projects – an evaluation concept for a self-reflection and learning process in transdisciplinary research consortia, Lukas Wortmann, Bettina König, Anett Kuntosch; ginkoo)
  • Science meets Design: a methodological approach for visual evaluation of interdisciplinary research-based learning, (Anett Kuntosch, Anne Dombrowski, Lukas Wortmann, Bettina König, Alexandra Toland, Myriel Milicevic; ginkoo)
  • Solution Readiness Levels: Measuring Impact of Innovation Groups for Sustainable Land Management, (Christian Eismann, Susanne Schön, Wissenschaftliches Begleitvorhaben)
  • Conceptions and assessments of transdisciplinarity as a research mode – Empirical indications from TD-researchers in sustainable land use science, (Sebastian Rogga, Jana Zscheischler and Nadin Gaasch, Wissenschaftliches Begleitvorhaben)
  • Bridging theory and practice in transdisciplinary research – A case study of a multi-stakeholder-workshop with the CCES Winter School "Science Meets Practice" 2017, (Daniel Ketzer et al., APV-RESOLA)

Text: Nadin Gaasch (ZALF e.V.)

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Statuskonferenz 2017 – Veranstaltungsseite ist online

Seit dem Auftaktreffen der Innovationsgruppen sind nun 2 ½ Jahre vergangen. Vielfältige Erfahrungen wurden gesammelt und erste Zwischenergebnisse liegen vor. Ein guter Zeitpunkt, sich auszutauschen und Zwischenergebnisse zu diskutieren um gemeinsam in die Umsetzungs- und Verstetigungsphase zu starten. Die Statuskonferenz der Fördermaßnahme findet statt

  • am 4. und 5. Dezember 2017
  • im Tagungswerk „Jerusalemkirche“
  • in der Lindenstraße 85, 10969 Berlin

Alle Innovationsgruppenmitglieder sind herzlich eingeladen. Bitte nutzen Sie für Ihre Anmeldung das auf der Veranstaltungsseite verfügbare Formular: http://innovationsgruppen-landmanagement.de/statuskonferenz-2017/

Wir freuen uns auf interessante Gespräche.

Text: Nadin Gaasch (ZALF e.V.)

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3. Lesestoff: Energiewende 2030: The Big Picture. Megatrends, Ziele, Strategien und eine 10-Punkte-Agenda für die zweite Phase der Energiewende.

Das Berliner Politikberatungsinstitut „Agora Energiewende“ hat konkrete Ziele und Strategien für die zweite Phase der Energiewende in einem Impulspapier unter dem Titel „Energiewende 2030 – The Big Picture“ veröffentlicht. Darin beschreibt die Denkwerkstatt, wie Deutschland sein Klimaschutzziel für 2030 erreichen könnte.

Das rund 80-seitige Papier beschreibt die sieben zentralen Energie-Megatrends, die die Energiepolitik laut Agora beachten müsse, definiert ein Zielsystem für 2030, diskutiert die zentralen Strategien und Kosten-Nutzen-Abwägungen auf dem Weg dahin und schlägt zehn konkrete Punkte für die weitere Gestaltung der Energiewende vor – so etwa die Empfehlung für ein Energiewenderahmengesetz, mit dem die Energiewende erstmals auf ein umfassendes legislatives Fundament gestellt würde.

Laut Agora seien die notwendigen Technologien für den Schritt bis 2030 alle kostengünstig vorhanden. Jetzt gehe es aber nicht mehr um die Integration von ein paar Wind- und Solaranlagen, sondern es stünde die umfassende Transformation der Energiesektoren Strom, Wärme, Verkehr an.

Die Umwandlung, so das Papier, dürfe nicht wie bisher als Stromwende betrachtet werden, sondern die Politik müsse auch die Wärme- und Verkehrswende angehen. Hier stünde Deutschland noch ganz am Anfang. Denn die Biomasse-Strategie, mit der die Bundesregierung ursprünglich Wärme und Verkehr klimafreundlicher machen wollte, sei nicht aufgegangen. Jetzt würden bei Wärme und Verkehr Energieeffizienz und die Nutzung von Wind- und Solarstrom über Elektromobilität und Wärmepumpen im Zentrum stehen sowie nach und nach auch strombasierte Heiz- und Kraftstoffe.
 
Die Studie steht hier zum kostenlosen Download unter www.agora-energiewende.de zur Verfügung.

Text: Sebastian Rogga (ZALF e.V.)

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4. Medienecho

INOLA:   oberlandALTERNATIV : „Die Wende voranbringen“: https://www.alu-news.de/fileadmin/oberlandALTERNATIV/Archiv/2_17/html5/index.html?&locale=DEU S. 44 ff.


Die Zeitschrift oberlandALTERNATIV bekommen Abonnenten und etwa 9.000 Geschäftsführer und Entscheider von Unternehmen in München, dem Oberland und Süddeutschland im Direktversand. Zusätzlich werden rund 1.000 öffentliche Auslegestellen beliefert, wie z.B. Bankfilialen, Gemeinde-, Stadt- und Markträte, Landratsämter, Verbände und private Energie-Initiativen, Biomärkte und Autohäuser. Dazu kommen noch über 1.200 Auslagestellen des Lesezirkels.

Weitere Pressemitteilungen finden Sie in unserem Pressespiegel.

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5. Publikationen

Busse, Maria; Rosemarie Siebert, (2017): The role of consumers in food innovation processes, European Journal of Innovation Management. https://doi.org/10.1108/EJIM-03-2017-0023

Lüder, Ines (2017): Regiobranding – Innovative Perspektiven für regionale  Kulturlandschaften, in: Ministerium für Ländlichen Raum und  Verbraucherschutz Baden-Württemberg et al. (Hrsg.): Innovationen auf  dem Land – Planerische Impulse für Bauten, Orte und Regionen,  Stuttgart 2017. S. 84-90. [Link zur Publikation]

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6. Termine

In den Innovationsgruppen:

  • stadt PARTHE land: 6. Parthelandküche
    15.09.2017
    , Leipzig
    Thema: Ein Stadtpark als Denkmal und Grün für alle
    weitere Informationen: https://stadtpartheland.de/?p=1165

  • ginkoo: Innovationsworkshop mit Bioladeninhaber*innen
    21.09.2017,
    Berlin
    Thema: Ideen für einen verbesserten Absatz und Vermarktung von ei care-Fleisch in Bioläden

  • ginkoo: Grünlandtag im Spreewald
    28.09.2017;
    Vetschau/Spreewald – Göritz
    Thema „Alternative Nutzungsmöglichkeiten für Biomasse von landwirtschaftlichen Problemstandorten“
    Kontakt: nico.heitepriem@lfu.brandenburggasd221.de 

  • Statuskonferenz 2017
    04.-05.12.2017 Tagungswerk Jerusalemkirche, Berlin
    Weitere Informationen auf der Konferenzseite.

Extern:

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Impressum

 

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) Müncheberg e.V.

eingetragen im Vereinsregister VR 35 35 FF, Kreisgericht Strausberg

Prof. Dr. Frank Ewert | Wissenschaftlicher Direktor

Cornelia Rosenberg | Verwaltungsdirektorin

 

Haftung:

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt von verlinkten Webseiten sind ausschließlich die Betreiber verantwortlich.

 

Kontakt:

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF) Müncheberg

Eberswalder Straße 84

D - 15374 Müncheberg

innovationsgruppen@zalf.de

+49 (0) 33432-82 403 

 

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